Thursday, 23. February 2012
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12 Dinge, die Sie Ihrem PC nie antun sollten

Gut gemeinte Ratschläge für den Umgang mit dem PC gibt es wie Sand am Meer. Tuning, Sicherheit und Optik von Windows-Systemen stehen dabei im Vordergrund. Doch mittlerweile sind grundlegende Verhaltensweisen am PC fast in Vergessenheit geraten. Hier einmal zwölf Fehler im Umgang mit dem PC, die Sie nie begehen sollten.

 Allein auf der Software-Seite lässt sich jede Menge Unfug anstellen, doch auch beim Umgang mit dem PC als solchem lauern Fallen. Offene PC-Gehäuse zur angeblich besseren Kühlung gehören hier ebenso dazu, wie Netzstecker, die als "Reset-Taste" missbraucht werden. Oder scheinbar harmlose Filzstifte, die beim Beschriften von CD-Rohlingen den Daten darauf den Garaus machen.

Stolperfallen gekonnt umgehen

Noch immer ist der gekonnte Umgang mit Computern leider nicht so einfach wie die Bedienung eines Autos. Wer aber um die größten Stolperfallen am PC weiß, für den ist es ein Leichtes die gefährlichsten Klippen im täglichen Umgang mit dem Computer gekonnt zu umschiffen.

Ausschalten? Stecker ziehen!

Es kommt vor, dass ein Rechner nicht mehr reagiert, weder auf Mausklicks, noch auf Tastatureingaben. Um einen Neustart zu erzwingen, sollte auf keinen Fall der Netzstecker gezogen werden. Ein Kurzschluss könnte dem Netzteil den Gar aus machen. Schlimmer noch, wenn sich der elektrische Schlag auf die Hauptplatine des PC ausweitet. Besser ist es, den Einschaltknopf des PC für knapp fünf Sekunden gedrückt zu halten. Das sollte den Rechner schonend abschalten. Zwar kann auch das zu Datenverlust führen, aber zumindest Hardware-Schäden werden so vermieden.

Auslagerungsdatei abschalten

Jeder ambitionierte Windows-Anwender wird irgendwann über eine große Datei "pagefile.sys" stolpern, die viel Platz auf der Festplatte belegt. Windows nutzt diese so genannte Auslagerungs-datei, um Daten abzulegen, die laufende Programme momentan nicht brauchen. Immer wieder ist zu lesen, man solle die Auslagerungs-datei in der Systemsteuerung abschalten oder begrenzen. Doch Windows ist geschickt genug, selbst auf PC mit einem Gigabyte RAM diesen Speicher sinnvoll zu nutzen. Wer dem System diese Möglichkeit nimmt, bremst seinen PC aus.

FKK für den Computer

So manch einer glaubt, dem PC etwas Gutes zu tun, wenn er ihn bei glühender Sommerhitze von seinem Gehäusedeckel befreit. Schließlich kann etwas Frischluft nicht schaden, oder? Doch das Gegenteil ist der Fall. Nur bei geschlossenem Gehäuse sorgt eine ausgeklügelte Führung des Luftstroms für eine gleichmäßige Kühlung aller Komponenten. Steht das Gehäuse offen, bricht der Luftstrom zusammen und es findet keine effektive Kühlung aller Baukörper statt. Im schlimmsten Fall ruiniert das den PC.

Explorer.exe rauswerfen

Die "explorer.exe" ist im Regelbetrieb die Datei, die den meisten Speicherplatz belegt. Verwunderlich vor allem, wenn der Windows-Explorer gar nicht aufgerufen wurde. Was liegt näher, als diesen "Speicherfresser" über den Windows Task-Manager zu beenden? Doch dies endet in einem leeren Bildschirm: Die explorer.exe ist unverzichtbar. Sie ist unter anderem für die Taskbar, das Startmenü, die Desktop-Darstellung und einiges mehr verantwortlich. Sollte sich die "explorer.exe" einmal "verabschieden" lässt sie sich über das Starten eines neuen Tasks im Task-Manger wieder reaktivieren.

USB-Stick einfach abziehen

Keine gute Idee ist es, einen USB-Stick aus seinem Slot zu reißen, solange Windows noch damit beschäftigt ist, Daten von dort abzuholen oder darauf zu verschieben. Durch diese recht ruppige Behandlung kann der Flash-Speicher in dem Stick unwiederbringlich zerstört werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, beendet das Gerät brav über den "Hardware sicher entfernen"-Dialog. Oder er wartet zumindest solange, bis alle Schreib- oder Lesevorgänge auf dem Stick abgeschlossen sind.

Uninstall-Informationen löschen

Das Löschen nicht mehr benötigter Dateien ist eine gute Idee, um XP lange Zeit stabil und leistungsfähig zu halten. Jedoch schlagen manche Tippgeber vor, den Inhalt des Ordners "InstallShield Installation Information" und des "Uninstall Information"-Ordners zu löschen. Wer danach Programme deinstall-ieren will, wird merken, dass dies nicht mehr möglich ist - Windows fehlen die nötigen Informationen dazu. Freilich lassen sich die Verzeichnisse löschen, doch die Einträge in der Windows-Regis- trierungsdatei bleiben zurück und können in Zukunft Ärger bereiten.

PS2-Stecker während des Betriebs ziehen

Keine gute Idee ist es, eine PS2-Maus oder -Tastatur an den Computer anzuschließen, während dieser eingeschaltet ist. Die fast schon überholte PS2-Steckverbindung ist für ein solches Verfahren nicht vorgesehen. Es kann zu einem Absturz kommen, im schlimmsten Fall kann sogar die Hardware Schaden nehmen. PS2-Geräte sollten daher immer nur ausgewechselt werden, wenn der PC ausgeschaltet ist.

Offene DOC-Dateien weitergeben

Viel verräterisches Potential steckt in Word-Dateien. Jede Menge so genannte Meta-Daten verbergen sich in dem Dateiformat. Abgesehen von Datumsangaben, wie Erstelldatum oder dem Zeitpunkt der letzten Änderungen, sind ohne weiteres Überarbeitungen des Textes selbst einsichtig. Um Datenspionage zu vermeiden sollten DOC-Dateien vor der Weitergabe von diesen Meta-Daten bereinigt werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Dateien lieber als RTF- oder PDF-Format weitergeben.

Rohlinge mit Filzstift beschriften

Ist eine CD erst mal beschädigt, taugt sie leider oft nur noch für den Müll. Eine mögliche Ursache dafür: Die falsche Beschriftung – meist mit dem erstbesten Schreibutensil, das im obersten Schubladenfach zu finden war. Denn alkoholhaltige Tinte kann die oberste Schutzschicht des Rohlings angreifen und im schlimmsten Fall regelrechte Löcher verursachen. Die Folge: der Laserstrahl des Laufwerks kommt genau an diesen Stellen ins "stottern" – oder er stellt den Dienst komplett ein. Rohlinge sollten also nur mit speziell dafür geeigneten Stiften beschriftet werden.

Akku im Notebook lassen

Wer ein Notebook vor allem am Stromnetz nutzt, sollte besser den vollgeladenen Akku aus dem Gerät nehmen. Abgesehen von der Wärmeentwicklung der Batterie während des Ladevorgangs geht dies ganz gewaltig auf die Lebenszeit des Akkus. Besser ist es, den Akku zu 20 Prozent zu entladen und dann aus dem Gerät zu nehmen. Bei längerer Nichtverwendung sollte der Ladestand alle paar Wochen überprüft und nötigenfalls aufgefrischt werden.

Drucker vom Stromnetz nehmen

Eine Falle für Besitzer von Tintenstrahldruckern verbirgt sich hinter dem Netzschalter. Wird ein Tintenstrahldrucker vom seiner Stromversorgung abgekoppelt, so ist er nicht mehr in der Lage, seine Druckköpfe in regelmäßigen Abständen zu reinigen. Das führt dazu, dass die Tinte in den Druckdüsen eintrocknet. Schlimmstenfalls setzt sich ein Druckkopf derart zu, dass die Druckpatrone ersetzt werden muss - besonders ärgerlich, wenn der Tintentank noch fast voll ist. Besser ist es, den Drucker im Standby-Betrieb zu lassen.

Mehrere Virenscanner gleichzeitig

Viel bringt viel? Fehlanzeige! Zumindest, soweit es Virenscanner und den Einsatz von Firewalls angeht. Wer sich heutzutage im Internet bewegt, liegt nicht verkehrt daran, ein gesundes Maß an Schutzvorkehrungen zu treffen, doch Surfer sollten sich auf jeweils eine Sicherheitslösung festlegen. Wer mehr als einen Virenscanner oder Firewall auf seinem PC einsetzt, darf sich nicht wundern, wenn die Leistung seines Geräts in den Keller geht. Diese gleich gearteten Programme laufen andauernd im Hintergrund und behindern sich im Doppelspiel gegenseitig.

 
 
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